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8. April 2005-06-05
Igor Kots, Chefredakteur von “Sovetsky Sport”
Der Präsident der Firma „Interros“ Valdimir
Potanin:„
Krasnaya Polyana wurde für die 2014 Olympischen Winterspiele geschaffen“.
Es waren Kanadische Fachleute, die den Geschäftsmann auf diesen
Gedanken brachten. Sie entwickelten das Konzept für das Ferienziel
Krasnaya Polyana und fertigten die Pläne für insgesamt drei
Olympische Spiele an ……..
Am 6. Juli 2005 wird das Internationale Olympische
Komitee die Austragungsstätte für die 2014 Olympischen Winterspiele
bekanntgeben. Wird es Moskau sein? Heute können wir darüber
lediglich Vermutungen anstellen. Ungeachtet der Entscheidung am 6. Juli
ist es jedoch interessant die Meinung des bekannten Geschäftsmannes über
die Zukunft der Olympischen Winterspiele zu hören. Die Olympischen
Winterspiele, bis jetzt hat sich noch niemand darum beworben……….
„Sovetsky Sport“ plant diese Konversation mit jedem weiterzuführen,
der am Thema diese Artikels interessiert ist
AM WICHTIGSTEN IST ES, EINE ABFAHRTSSTRECKE
ZU FINDEN……..
Die Idee ist nicht neu, Vladimir Olegovich. Bereits
im Jahre 1994 bewarb sich Sochi für die Olympischen Winterspiele
und verlor. Übrigens, wer war Sochi’s Hauptkonkurrent?
- Die Stadt Sochi war nicht imstande mit anderen
Städten zu konkurrieren
oder sich selbst zu fördern. Dies ist jedoch schon lange her und
warum sollte man sich jetzt daran erinnern?
Zehn Jahre später haben wir uns dazu entschlossen
die Idee wiederzubeleben. Warum?
- Das ist die falsche Frage. Ich dachte keinesfalls
an eine Wiederbelebung. Ich bin kein Sportfachmann und meine Arbeit
beschäftigt sich nicht
mit dem Thema Olympische Spiele. Es war purer Zufall. Jeder weiß,
dass wir in Rosa Khutor Plateau, Krasnaya Polyana ein weltklasse Skigebiet
bauen und die ersten Pisten 2007 eröffnet werden. Selbstverständlich
werden in unserem Skigebiet Skirennen stattfinden und es ist wichtig
zu wissen, welche Art von Disziplinen unser Gebiet imstande ist, auszutragen.
Wir wissen, dass dies das Skigebiet fördert und mehr Gäste
anzieht. Folglich stellten wir fest, dass sich die Abfahrten in Plateau
Rosa Khutor für alle Arten von Skidisziplinen eignen, einschließlich
Abfahrtslauf, der am schwierigsten ist zu organisieren. Für einen
Abfahrtslauf wird eine lange Piste mit mehr als einem Kilometer Höhenunterschied
benötigt. Deshalb ist es schwer, geeignetes Terrain zu finden und
unmöglich eine künstliche Strecke herzustellen. Die Fachleute
im Bereich Skigebietsplanung haben folgende Redewendung: “Finde
eine Abfahrtsstrecke – bewirb dich um die Olympiade!”
Und diese Redewendung haben Sie gehört………..
- Genau, ich hörte diese Redewendung von einem Mitarbeiter der
Kanadischen Firma Ecosign, die unser Resort geplant hat. Ecosign plante
bereits Austragungsstätten für drei Olympische Spiele. Anfangs
war diese Redewendung für mich mehr ein Witz als Realität aber
dann kam mir der Gedanke “ Was benötigen wir sonst noch für
die Olympischen Winterspiele”? Letztendlich begriffen wir, dass
die Hauptpiste in Rosa Khutor einzigartig ist. Es besteht die Möglichkeit
alle zehn Alpine Disziplinen auf dieser Piste zu halten!
Weshalb ist diese Piste so einzigartig?
- Wie ich bereits erwähnte, gab es bis jetzt noch keine Olympischen
Winterspiele wo die Alpinen Skiveranstaltungen in einem Pistenbereich
ausgetragen werden konnten. Die Pisten waren immer getrennt. Der Abfahrtslauf
fand auf einer anderen Piste als der Slalom statt, die Herren- und Damenrennen
waren seit jeher getrennt. Zum Beispiel lagen die Wettkampfpisten bei
den Olympischen Winterspielen in Albertville 70 km auseinander. Das ist
sehr schlecht für die Zuschauer. In Rosa Khutor besteht die Möglichkeit
,die gesamten alpinen Disziplinen in einem Pistenbereich mit nur einem
Ziel und einem Stadium abzuhalten. Unsere Abfahrten versetzten sogar
die Kanadier in Erstaunen, die nun wirklich schon viele Pisten in ihrem
Leben zu Sehen bekommen haben.
Wo haben sie diese Pisten gesehen? Sie haben
bereits drei Olympische Spiele erwähnt………
- Genügt Ihnen das nicht? Ecosign plante mehr als 225 Skigebiete
rund um die Welt. Und übrigens arbeiten sie derzeitig am Pistendesign
für die 2010 Olympischen Winterspiele in Vancouver und Whistler.
Glauben Sie mir, Ecosign verfügt über ausgezeichnete Fachkräfte
auf diesem Gebiet! Ecosign ist der Meinung, dass das Gebiet Rosa Khutor,
Polyana Engelmany und Krasnaya Polyana dank dessen Terrains, natürlicher
Schönheit und Klimas das beste unerschlossene Gebiet auf der Welt
ist. Wenn es tatsächlich das beste unerschlossene Gebiet ist, wäre
es wohl eine Schande es nicht zu erschließen! Das alpine Skifahren
war schon immer eine der anspruchsvollsten olympischen Disziplinen. Wenn
diese hochqualifizierten Experten dieses Gebiet so vorteilhaft einschätzen,
muss ich folgende Frage an Sie und alle Leute, einschließlich Ihrer
Leser, stellen: “Warum organisieren wir nicht die Olympischen Winterspiele
in Krasnaya Polyana?”
Worauf unsere Leser antworten könnten “Das alpine Skifahren
ist nicht die einzige olympische Disziplin………
- Genau. Als wir von den außergewöhnlichen “olympischen” Qualitäten
von Rosa Khutor Plateau erfuhren, fragten wir uns auch (wie jeder andere
an unserer Stelle) ob es möglich ist, die gesamten olympischen Veranstaltungen
im Umkreis unterzubringen. Es stellte sich heraus, dass auch dies möglich
ist. Das Gelände (Psekhako Ridge) bei Krasnaya Polyana weist ein
gutes Potential für ein Biathlon Stadium und Langlaufloipen auf.
Auch für das Skispringen, Luge und Bobbahn besteht entsprechendes
Gelände.
Sollen wir auch Eishockey in die Berge bringen?
- Das ist nicht notwendig. Eishockey und Eislauf
benötigen weder
Schnee noch kaltes Wetter. Die Eisbahnen sowohl als auch das Olympische
Dorf können in Sochi gebaut werden. Stellen Sie sich mal vor, nur
40 Kilometer von Krasnaya Polyana entfernt gibt es eine Großstadt
mit vielen öffentlichen Unterkunftsmöglichkeiten. Normalerweise
finden die Olympischen Winterspiele in winzigen Ortschaften mit nur begrenzten
Unterkunftsmöglichkeiten statt. Die Olympischen Winterspiele in
Sochi könnten die bis jetzt größte Anzahl an Touristen
anziehen.
GONDELBAHN, CHONDOLA UND ROLLTEPPICH
Lassen Sie uns jetzt wieder über die Berge reden, wo Sie ein Skigebiet
erschließen, was noch nicht olympisch ist. Was geht dort vor sich?
- Im Dezember 2005 pachteten wir das 430 Hektar
große Grundstück
Rosa Khutor Plateau. Die Ausarbeitung der Projektdokumentation und die
entsprechenden Genehmigungen werden im Frühjahr 2006 abgeschlossen.
In der ersten Phase ist das Feriengebiet imstande 5000 Skifahrer pro
Tag aufzunehmen, wobei für die Zukunft mehr als 9000 Skifahrer pro
Tag geplant sind.
Die Skigebietsbesucher können in zwei verschiedene Gruppen aufgeteilt
werden, Skifahrer und Nachtklubbesucher. Für wen ist das Resort
Rosa Khutor vorgesehen?
- Ausschließlich für Skifahrer. Das Pistenangebot nach Fähigkeitsstufen
ist nahezu ideal in Rosa Khutor. Die Mehrzahl der Pisten eignen sich
für die mittleren Fähigkeitsstufen, wobei jedoch auch Pisten
für Anfänger und genügend für Experten zur Verfügung
stehen. Wir planen nur ein einfaches Skifahrerservicezentrum im Skigebiet:
Skiverleih, Skischule, und Restaurants. Keine Hotels, keine zusätzlichen
Straßen. Wir sind uns bewußt, dass wir uns in einem Teil
des Sochi Nationalparks befinden. Das Resortkonzept unterliegt sehr strengen
Umwelterfordernissen. Die Nivellierung und Rodung des Geländes ist
minimal.
Dir Russen werden nur dann Rosa Khutor besuchen
wenn sich die Preise im Rahmen halten. Und dabei meine ich nicht die “Neu-Russen”.
- Keine Sorge, es wird kein Courchevel. Unsere
Preise sind niedriger als anderswo in Europa wobei das Serviceniveau
jedoch sehr hoch ist. Wir verwenden Spitzentechnologie und nur die
modernste und beste Ausrüstung.
Modern?
- Ja. Es ist schwer etwas ganz neues auf diesem
Gebiet zu erfinden, aber wir werden nur die modernste Technik verwenden,
z.B. neue Gondelbahnen für Ausflügler, neue Ausstattung für die Sesselbahnen,
Rollteppiche für Kinder und Anfänger. Die Parkplätze befinden
sich im Tal und Hochgeschwindigkeitsgondelbahnen befördern die Skifahrer
aufs obere Plateau, wo sich das Hauptskigebiet befindet. Die „Chondola“ Lifte
sind derzeitig sehr beliebt ,da sie mit Kabinen sowohl als auch Sesseln
ausgestattet sind und somit Ausflügler und Skifahrer befördern
können.
Am selben Kabel?
Ja.
Wie funktioniert das?
- Die Skifahrer und Ausflügler können beide die Chondolas
benutzen, wobei die Einsteige- und Aussteigezone je nach Benutzertyp
variiert. Die Skifahrer fahren auf dem Schnee ab und die Ausflügler
betreten festen Boden.
Sind Sie normalerweise derjenige, der nach Erfindungen in Europa sucht?
- Natürlich helfen meine eigenen Beobachtungen, wobei ich mich
jedoch hauptsächlich auf die Meinungen von Experten verlasse, denn
Berge verzeihen keinen Dilettantismus. Ich sehe mir die Dinge eher aus
einem ästhetischen Gesichtspunkt an und vergleiche sie mit unseren
Plänen: entweder es gefällt mir oder es gefällt mir nicht.
Und bis jetzt gefällt mir alles.
Und hier die wichtige Frage aller Skifahrer: Wieviel Schnee haben Sie
normalerweise in Ihrem Skigebiet?
- Sehr viel. Wir haben ungefähr drei Meter auf dem Hauptplateau
und einige Abfahrten haben bis zu sechs Meter. Aber noch wichtiger ist
die Haltbarkeit der Schneedecke und da sich unsere Hänge nach Norden,
Westen und Osten ausrichten, bildet sich eine gute Schneedecke früher
und hält länger. Das ist der Grund weshalb unsere Saison relativ
lang ist, zwischen 140 – 180 Tagen und bis Mitte April in den oberen
Lagen.
Die Gesamtlänge der Pisten in Rosa Khutor beträgt 54 Kilometer.
Das ist eine gute Länge aber nicht außergewöhnlich verglichen
mit Europäischen Skigebieten. Haben Sie sich jemals eine Fusion
von allen Skigebieten in Krasnaya Polyana überlegt?
- Gute Frage. Zusätzlich zum Skigebiet Alpica Service, welches
direkt neben uns liegt, erschließen die Verantwortlichen von der
Krasnodar-Region ein neues Skigebiet. Auf der anderen Talseite baut „Gazprom“ ihr
eigenes Skigebiet. Ich kenne die intelligenten und ernsthaften Inhaber
dieser Projekte. Eine Vereinbarung, ein großes integriertes Skigebiet
zu bauen, ist sehr verlockend. Dies würde den Gästen die Möglichkeit
bieten, von Horizont zu Horizont Ski zu fahren indem sie von einer Abfahrt
auf die andere wechseln.
ES IST KEINE BEWERBUNG. GIBT ES LEUTE, DIE DAGEGEN SIND?
OK, Vladimir Olegovich, kehren wir zur Realität zurück. Fürchten
Sie sich nicht, dass man Ihre Bewerbung um die Olympischen Winterspiele
als „New Vasyki“ anschaut. (eine beschönigende Beschreibung
für nicht realisierbar oder unpraktisch).
- Nein, es ist ja nicht meine Bewerbung.
Mir scheint, dass……….
- Da sind Sie der falschen Meinung. Ich werde
nicht beurteilen, ob es vorteilhaft für den Staat ist und wie es in die Regierungspläne
für Süd-Russland passt. Deshalb formuliere ich meine Gedanken
nicht als eine Bewerbung. Das wäre taktlos. Ich stelle nur eine
rhetorische Frage: “Falls wir imstande sind, ein modernes Skigebiet
zu bauen und falls weltklasse Experten unser Gelände geeignet für
olympische Disziplinen ansehen und falls es für die Zukunft von
Süd-Russland wichtig ist, warum denke ich so? Ich möchte lediglich
zum Ausdruck bringen was ich von meinem “Glockenturm” (meinem
Standpunkt) aus sehe: Dieses Gelände eignet sich für die Olympischen
Winterspiele”.
Was sehen Sie noch von Ihrem “Glockenturm”?
- Ich sehe vieles. Sochi hat viele Vorteile.
Erstens, sämtliche
Austragungsstätten könnten nahe beieinander liegen. Zweitens,
eine Großstadt mit Unterkunftsmöglichkeiten für Tausende
von Touristen, liegt in der Nähe und viel mehr Hotels und andere
Einrichtungen können noch gebaut werden. Meiner Meinung nach könnte
dies für eine mögliche Bewerbung von großem Vorteil sein.
Haben Sie das Gelände selbst schon besucht?
- Ja, das habe ich.
Können Sie sich an Ihren allerersten Eindruck
erinnern?
- Kurz gesagt, das ist das Gebiet in dem ich
Skifahren möchte.
Ich stand auf dem Hang und versuchte mir, ein Skigebiet ,Gebäude
und Lifte vorzustellen. So ein Gebiet muss Lifte haben! Die Landschaft
gleicht den Alpen, unwahrscheinlich schöne Berge, schneebedeckte
Gipfel……..man sucht unbewusst die Hänge nach Liftkabeln
ab und merkt dann, dass man sich nicht in den Alpen befindet sondern
in Sochi wo noch nichts erschlossen ist. Allgemein gesagt möchte
ich unbedingt dort Skifahren und jeder, der schon irgendwann mal Ski
gefahren ist, wird dieses Gefühl mit mir teilen.
ROSA KHUTOR VERLIERT SICH NICHT UNTER DEN EUROPÄISCHEN SKIGEBIETEN
| Skigebiet |
Anzahl
Pisten |
|
|
|
|
| Camrousse, Frankreich |
108 |
77 |
26 |
600 |
120 |
Hochfuegen, Österreich
|
54 |
54 |
19 |
600 |
120 |
| St. Johan, Österreich |
60 |
60 |
17 |
1000 |
120 |
| Zell am See, Österreich |
75 |
75 |
27 |
1200 |
120 |
| Seefeld, Österreich |
|
23 |
24 |
900 |
120 |
| Lech and Zurs, Österreich |
128 |
138 |
32 |
1000 |
120 |
| Pal-Arinsal, Andorra |
41 |
63 |
30 |
1000 |
120 |
| Bormio, Italy |
28 |
33 |
17 |
1800 |
140 |
Madonna di Campiglio,
Italien |
70 |
90 |
26 |
950 |
140 |
| Villars, Schweiz |
56 |
60 |
23 |
1600 |
140 |
Rosa Khutor |
55
|
54
|
15
|
1470
|
140
|
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